Mehrstufenklassen

2 Mehrstufenklassen von 1.-4. Schulstufe

Pädagogisches Konzept

Unsere Mehrstufenklassen mit dem Konzept der altersheterogenen Zusammensetzung haben bereits vor vielen Jahren Einzug in unsere Schule erhalten. Ganz aktuell starten wir nun das Projekt, die beiden bestehenden Mehrstufenklassen künftig (noch) stärker miteinander zu verbinden. Auch räumlich! 

Dadurch ergeben sich einige Vorteile wie beispielsweise personelle Vorteile, da mehrere Lehrpersonen der Gruppe zur Verfügung stehen. Sie unterstützen Arbeits- und Kleingruppen und fungieren als Lerncoachs. Eine Lehrperson kann sich immer wieder mal “freispielen” und individuell(er) unterstützen und fördern.

Zum anderen sehen wir positive Auswirkungen bezüglich der Qualität des Lehr- und Lernsettings:

  • Die soziale Durchmischung der 6-10Jährigen ermöglicht es, dass die Kinder sich in verschiedenen Rollen erleben und immer wieder die Möglichkeit haben, ihre Position innerhalb der Gruppe zu verändern.
  • Durch das bewusste Einsetzen der Altersmischung können Kinder viel voneinander lernen. Das bewirkt ein besseres Verständnis von kognitiven Inhalten, denn was ein Kind einem anderen Kind erklärt hat, beherrscht es nachhaltig.
    Zudem können Beziehungen aufgebaut und über mehrere Jahre vertieft werden.
  • Starre Rollen wie „leistungsschwach“, „leistungsstark“ oder „begabt“ werden vermieden, da die größere Vielfalt der Schüler:innen auch Vielfalt an Beziehungen zu anderen Kindern möglich macht, als Mitlernende, als Mentor:in, Tutor:in, etc.

In familiärer Atmosphäre erleben die Kinder sich sowohl in der Rolle dessen, der unterstützt wird als auch in der des/der Unterstützenden. Sie finden eine Vielzahl an Möglichkeiten vor, ihren Selbstwert zu bestätigen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken und weiter auszubauen. Hierbei soll sowohl geschlechterübergreifendes gleichwertiges Rollenverhalten zwischen Buben und Mädchen als auch geschlechtersensible Förderung von Buben und Mädchen eingeübt werden.

Vom Schulerhalter, der Schulleitung und den zukünftigen Klassenlehrer:innen wurde ein eigenes Raumkonzept entwickelt, das flexible Lehr- und Lernmöglichkeiten, differenzierten Unterricht und Freiarbeit gleichermaßen ermöglicht.

Es gibt Platz für einen Teppich mit gemeinsamer Mitte, eine Leseecke, einen Bastel- und Werkbereich, der jederzeit zugänglich ist, Tische, die ganz leicht von den Kindern selbst verschoben werden können und einen eigenen Ruheraum für konzentriertes Arbeiten.

Geplant ist die Umsetzung des Flexible-Seating-Konzepts und dass sich die Schüler:innen in den Freiarbeitsphasen ihren Arbeitsplatz nach den momentanen Bedürfnissen und Lernanforderungen wählen können. Die offenen Regale spielen eine wichtige Rolle für das Ordnungs- und Freiarbeitskonzept.

Materialien und Lernangebote (Lernjobs) sind klar nach Fächern und Niveaus gegliedert. Durch die Raumgestaltung wird selbstorganisiertes Lernen einzeln und in Gruppen möglich.

Der Raum, in dem Lernen stattfindet, muss nicht auf die Schule begrenzt sein (z.B. regelmäßige Waldtage, Museumsbesuche, etc.).

Highlights der letzten Jahre...